Chronik von Koglmoos

Das Berggasthaus Koglmoos

Im Weiler Koglmoos gibt es erst seit dem Jahr 1936 ein Gasthaus. Vorher bestand ein Gastbetrieb in Schwader Eisenstein, etwa 20 Minuten östlich von Koglmoos im sogenannten „Herrenhaus“ beim Reitlinger Erbstollen des Eisenbergwerkes.

Der dort amtierende Betriebsleiter, Oberhutmann Johann Gruber, bewirtschaftete hier mit seiner Ehefrau diese Herberge.

Bergknappen, Holzknechte und Jäger, aber auch Wanderer kehrten dort ein. Besonders an den Wochenenden herrschte reger Besuch. Der Überlieferung nach, sei es hier öfters sehr lustig zugegangen.

Nach der Einstellung des Bergbaubetriebes haben der nun pensionierte Oberhutmann und dessen Sohn Franz beschlossen, weiter talwärts im Weiler Koglmoos einen Gasthof zu errichten. Im Jahr 1936 war es soweit. Ein Grundstück wurde von der Gemeinde erworben. In kürzester Zeit war das Bauholz bereit. Ein Bauer vom Zintberg hat mit seiner Wandersäge die Balken geschnitten. Im Nu war das Haus aufgestellt und ein Gastbetrieb eingerichtet. Zur gleichen Zeit entstanden auch die zwei Sommerfrischhäuser nördlich des Gasthofes.

Im Weiler Koglmoos gab es zu dieser Zeit nur spärlich Trinkwasser. Die zahlreichen Quellen waren zu tief. Die Bauern hatten nur „Mooswasser“. Der junge Wirt, Franz Gruber, war als ehemaliger Bergmann und Mitarbeiter bei seinem Vater bergkundig und versuchte zunächst den verfallenen Stollen oberhalb des Gasthauses, den sogenannten „Unteren Augustin“ zu öffnen und hoffte, da Wasser zu finden. Trotz anfänglich guter Aussichten war schließlich jede Mühe umsonst. Der Stollen war nach etwa 50 Meter verstürzt. Der Verbruch aus blauem Schiefer verhinderte den Austritt des Wassers. Ein weiteres vordringen war aussichtslos und überaus gefährlich.

Schließlich hat Franz Gruber im ehemaligen Bergwerksgebiet Eisenstein eine Quelle gefunden, die reichlich Wasser förderte und für die ganze Fraktion ausreichen sollte. Dem Wirt gelangt es, die Bewohner von Koglmoos für die Neuanlage einer Wasserleitung zu begeistern. In Gemeinschaftsarbeit wurde zusammen mit den „Sommerfrischlern“ eine 1.600 Meter lange Holzrohrleitung errichtet. Diese Pionierleistung war ein Segen für die ganze Fraktion.

Das Gasthaus hatte gleich von Anbeginn einen regen Besuch zu verzeichnen. Besonders aus Schwaz, Buch und Jenbach kamen die Gäste. Franz Gruber und seine Ehefrau Anna führten den Betrieb mit Fleiß und Umsicht. Der Wirt war auch Aufsichtsjäger im Forstbetrieb Öxltal, während Anna, bekannt durch ihre gute Küche, aber auch durch ihre kurzen und treffenden „Sager“ allgemein beliebt war. Dieser Ehe entstammten zwei Kinder, Marianne und Alfred, die sich, vor allem der Sohn Alfred, im Gastbetrieb nützlich machten. Marianne half bis zu ihrer eigenen Familiengründung als Bedienung aus. Alfred war für die Zulieferung der Lebensmittel und Getränke zuständig. Dazu hatte er zunächst ein Pferdefuhrwerk, später dann einen VW Bus.

Alfred übernahm, als seine Eltern in Pension gingen und von nun an in Schwaz wohnten, mit seiner Frau Resi den Betrieb. Sein lustiges Wesen und seine Freundlichkeit waren der Grund, dass die Zahl der Besucher zunahm. Der Gastbetrieb erlebte eine Blütezeit. Eine neue Zufahrt von Hof herauf und die Anlage einer Rodelbahn bewirkten einen weiteren Aufschwung.

Durch den Bergsturz am Eiblschrofen wurde der Weg von Schwaz herauf im Haldenbereich zerstört. Von nun an sind viele Gäste aus Schwaz ferngeblieben. Auch der Rodelbetrieb nach Schwaz war nicht mehr möglich.

Durch günstige Erwähnungen in verschiedenen touristischen Zeitschriften ist aber das Berggasthaus Koglmoos als lohnendes Ausflugziel weiterhin bekannt.

Hier findet Ihr uns:

Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag 10.00 - 21.00 Uhr

Montag, Dienstag Ruhetag

 

Koglmoosalm
Kathi & Franz

Gallzein 68

A-6222 Gallzein

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© Katharina Schimetschek